Mama Barbara Berndt

Und wieder einmal eine wunderbare Mama hier bei mir auf dem Blog. Barbara Berndt vom Blog Ants in our pants.

Meine schönsten Momente sind die, in denen wir als Familie mit gepackten Reiserucksäcken am Flughafen stehen. Jeder ist mit Vorfreude und Spannung erfüllt und wir sind alle neugierig, wie das Reiseziel wohl sein wird, was es zu Essen gibt, wo wir schlafen, welche Erfahrungen wir machen und was wir lernen werden.

Seit 8 Jahren leben mein Freund und ich eine Hälfte des Jahres in Deutschland und eine Hälfte woanders. Meistens waren es ein paar Monate auf Mauritius, weil mein Freund dort geschäftlich tätig ist. In den Monaten in Deutschland bin ich als Dozentin und Trainerin für Universitäten und Unternehmen unterwegs. Da gebe ich Seminare für Professoren, Mitarbeiter und Studenten zu Themen wie Kommunikation, innovative Lehre, Präsentation und Zeit-und Selbstmanagement. Hinzu kommen viele Einzelcoachings, in denen ich Mitarbeiter dabei begleite sich weiter zu entwickeln – beruflich und persönlich. Denn das hängt oft zusammen. Für mehr Infos bitte hier klicken.

Bei unserem ersten Kind habe ich versucht daheim zu bleiben und Vollzeitmama zu sein. Das hat genau 2 Wochen funktioniert. Als mein Freund meinte, es sei vollkommen ok für ihn wenn ich wieder Seminare gebe, war mir klar, dass ich nicht nur für unsere Tochter zuständig sein will, sondern meinen Beruf brauche. Sie war 6 Wochen alt, als ich wieder anfing.

Ich bin für Unis und Unternehmen deutschlandweit unterwegs. Um trotzdem ein Jahr lang stillen zu können packten wir das Wohnmobil, parkten vor den Veranstaltungsorten und nutzten die Kaffeepausen als Stillpausen. Zum Glück arbeitet mein Freund vorwiegend vom Laptop aus und ist passionierter Papa. Mit Kind zwei und drei haben wir es ähnlich gemacht.

Hinterher frage ich mich schon, wie das so gut funktionieren konnte. Manchmal war ich schon arg müde. Aber oft konnte ich aus der Zeit und den Gesprächen mit den Teilnehmern auch viel für mich heraus ziehen. Gedanken, Fragen, Lebenseinstellungen und Charaktere, über die ich auch länger danach noch weitergedacht habe (beim Windeln wechseln, spazieren gehen und Baby beruhigen).

Die Monate in Deutschland sind ziemlich vollgepackt mit Arbeit.

Die Monate im Ausland sind dagegen sehr relaxt. Ich beantworte Emails, bereite neue Themen vor und bilde mich weiter. Doch ohne Zeitdruck und Stress. Da bin ich oft die glückliche Vollzeitmama, die weiß, dass in ein paar Monaten wieder ein anderes Leben beginnt.

In diesem Winter sind wir 6 Monate auf Mauritius. Unsere große Tochter ist 7 und besucht eine lokale Schule. Der Unterricht ist auf Englisch und natürlich anders als auf ihrer Montessorischule in Deutschland. Blöderweise wollte unsere zweite Tochter (5 Jahre alt) nicht in den mauritischen Kindergarten. Sie bleibt lieber daheim mit ihrem 8 Monate alten Bruder. Bzw begleitet uns zum Tennisspielen und -training. Nachmittags machen die beiden Mädels viel Sport, Schwimmen und treffen sich mit Freunden. Ein ganz normales Leben im Ausland.

Beide Hälften des Jahres sind Extreme. Auf der einen Seite des Pendels bin ich berufstätig und 2-3 Tage pro Woche nicht zuhause (es ist unglaublich toll zwischendurch im Hotel zu schlafen). Da durfte ich mir Vorwürfe anhören, dass die Kinder bestimmt darunter leiden. Auf der anderen Seite des Pendels bin ich 24/7 Mama und genieße die Kinder um mich zu haben.

Während der Monate, in denen wir reisen sind wir alle vollkommen glücklich. Jeder Tag stellt uns vor Herausforderungen. Wo schlafen wir heute? Was wollen wir ansehen? Länder wie Indien, Südafrika oder auch Ecuador sind extrem spannend. Da passiert es leicht, dass wir Interessantes über Riesenameisen lernen, Umweltschutz diskutieren und Meerschweine essen. Unsere Sinne laufen auf Hochtouren. Wir versuchen mindestens 3 Tage in einer Unterkunft zu bleiben, damit die Kinder Zeit haben sich zurecht zu finden. Wenn sie fragen, Wann gehen wir Heim?, meinen sie immer den Ort, an dem wir gerade schlafen. Genial!

Unsere Rucksäcke enthalten Kleidung für 5 Tage (pro Person), dann waschen wir. Dazu kommt multifunktionales Spielzeug, Lego und Malsachen. Je weniger Unsinniges umso besser. Über unsere Reisen schreibe ich auf  unserem Blog bzw auf unserer Facebookseite.

Seit unsere Tochter in der Schule ist wird das Reisen schwieriger. Die Ferien reichen uns nicht aus. Wahrscheinlich muss sie wie jetzt auf Mauritius verschiedene Schulen besuchen, um der Schulpflicht gerecht zu werden. Ihr gefällt das.

Mein Traum ist es weiterhin 6 Monate in Deutschland zu leben und zu arbeiten und den Rest der Zeit herum zu reisen. Mal sehen, ob wir das verwirklichen können.

Anmerkung von mir: Barbara könnt ihr hier via ihrem Blog folgen, hier auf Facebook und hier auf Pinterest. Ich finde ihr Lebensmodell unglaublich spannend, es ist sogar eines das ich mir selbst vorstellen könnte. Ich bin gespannt wie es für sie in 5 bis 10 Jahren so aussieht und sich anfühlt. Danke für s Vorbeischauen liebe Barbara und weiterhin viel Spass!

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