Die Wahrheit über meine Blog Vergangenheit

Hier ein kleiner Blick in die Vergangenheit und in die Gegenwart. Die Geschichte meiner Blog Vergangenheit.

Als ich mit meiner ersten Tochter schwanger war (im Jahr 2012) hatte ich während der Schwangerschaft ein ziemlich grosses Mitteilungsbedürfnis. Ich stellte mir Fragen rund um die Schwangerschaft und fand online verschiedene Communities. Nichts gegen klassische Foren, aber ich habe mich nie wirklich wohl dabei gefühlt stundenlang durch Fragen und Antworten zu scrollen und mich dabei halb paranoid zu machen. (Wem’s hilft, super!) Ich fand Blogs (vor allem aus den USA) und begann in diesen zu stöbern. Schnell spürte ich, dass ich das auch machen wollte. Ich wollte auch Gelerntes teilen und schöne Fotos zeigen und sowieso eine Ode an’s Mama-sein leben und erklingen lassen.

Ich wusste damals (ganz am Anfang) überhaupt nicht dass man damit Geld verdienen kann. Dass viele dies bereits taten. Dass Vieles in Blogs nicht echt ist und dass auch ein ganz schönes Stück Arbeit dahinter steckt. Aber je mehr ich mich ins Thema einlas umso mehr gefiel mir die Branche. Ein Blog. Ein eigenes Ding. (S)ein eigener Chef sein. Leute verknüpfen und inspirieren. Etwas Positives teilen. Schreiben. Fotografieren. Kreativ sein. Das klang GENAU nach meinem Ding. Mit der Zeit lernte ich dazu. Das gelegentliche Kleid für meine Kleine hier oder das gelegentliche Geschenk das Mama bitte fotografieren und auf den Blog stellen sollte da, aber mehr war mir noch nicht klar. Ich übte also weiter und schrieb und machte und tat. Mal in Englisch (da wir auswanderten und sich die Zielgruppe etwas veränderte) mal in Deutsch. Auf meinem Mama Leone Blog.

Also fing ich selbst an aktiv auf Brands zuzugehen und diese in meinen Blog zu integrieren. Ihr könnt euch wohl kaum vorstellen, wie viele Abfuhren ich erhielt. Ha! Nicht gerade motivierend. Ich war einfach (sehr) früh dran. Ich wollte mein Wissen, das ich aus den USA bezog in der Schweiz umsetzen und das klappte damals einfach noch nicht. Jetzt sieht die Lage ja schon ganz anders aus. Ganz! Aber auf jeden Fall damals klappte es noch nicht wirklich mit vielen Marken in der Zusammenarbeit. Das demotivierte mich. Ich fand auch nach einer Weile schreiben, kaum mehr Inspiration für das Thema Mama-sein. Und dies hatte vor allem mit dem Druck zu tun, der ich mir selbst machte. Dieses Picture-Perfect-Leben hatte ich einfach nicht. Und so viele schon, oder? Was nun? Ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass ich damals nicht genau wusste wie ich mich zeigen sollte. Ich habe meine Identität erst über die Jahre „gefunden“ und bin immer noch dran 😉

Da fand ich Instagram (dazu wird noch ein eigener Artikel erscheinen). Diese Insta-Welt war faszinierend. Überall Mamas. In den schönsten Farben und Formen. Neusten Kleidern, mit den süssesten Kindern, mit Tausenden von Followern, mit einem ultraspannenden Lifestyle. Es war ein eigenes Universum für mich. Ich liess mich da ganz schön intensiv mit-reinziehen. Wollte mitmachen, fand sogar Anschluss und Inspiration aber nach einer Weile vor allem auch einen Fast-Burn-Out. Ein Unglücklich-sein weil alles was ich da sah einfach so viel schöner war als ich. Oder zumindest fühlte sich das so an. Alle waren perfekt. Und das war ich wohl wirklich noch nie. Ich spürte wie mir diese Plattform nicht gut tat und was für ein unglaublich grosser Zeitfresser sie war/ist. Ich sah sie nicht als Tool an. Ich nahm sie für Realität.

Nachdem ich das richtig spürte, kehrte ich Instagram den Rücken. Ich war wieder offline. Fühlte mich befreiter. Echter. Und war eine ziemlich lange Weile wieder in der Offline-Welt zu Hause. Kaufte mir ein ganz altes Handy (ein Dinosaurier-Modell) und fühlte mich ziemlich präsent in meinem Leben. Ich wollte ja da sein für mich selbst und meine eigene kleine Familie. Ich wollte gar nicht ständig dran denken, wie schön andere es wohl hatten gemäss ihrem Instagram Account und Blog.

Die Reise ging weiter. Ich schrieb zwischendurch für die verschiedensten Plattformen. Elephant Journal, Huffington Post. Mal Deutsch, mal Englisch. Ich schrieb ein ganzes Buch auf Englisch. Ich hielt mit zwei Freundinnen Workshops zu den Themen Selflove und Yoga. Ich malte (und tue dies immer noch), ich machte Podcasts, ich probierte Videos aus. Ich tobte mich kreativ aus und mache dies immer noch. Ich bildete mich weiter. Online-Kurse via Online-Universitäten rund um’s  Thema Social Media. Ich habe viel gelernt. Vor allem auch über mich selbst und wie ich lerne. Ich lerne via trial und error. Ich probiere was aus, merke es funktioniert (oder eben nicht) und lerne daraus. Ich beschaffe mir dann die notwendigen Infos und lerne und probiere und mache neu. Auf Blogger. Auf WordPress. Auf Instagram. Auf Facebook.

Ich hatte damals irgendwie keine Lust mehr mich auf meinen Mamablog zu fokussieren. Jetzt da ich zum zweiten Mal Mami werde, ist die „Lust“ an Mami-Themen natürlich wieder zurück und ich habe auch begriffen, dass das Mama-sein ein grosser Teil meiner Identität ist  und ich somit diese Seite hier wirklich zum Ausdruck bringen möchte.

Lange Rede, kurzer Sinn. Was ich sagen will ist Folgendes, ich habe so einiges gelernt und das mag ich gerne teilen:

  • Ein Blog kann ein Freizeitprojekt sein aber auch Business. Meistens entsteht es aus dem Hobby-Gedanken und wird dann als Business umgesetzt (wenn jemand das will).
  • Social Media wie Instagram und co. zeigt einen Bruchteil der Leben der Menschen. Es zeigt besonders hübsche Momente. Es zeigt einen Mini-Ausschnitt eines Ganzen. Es zeigt sehr selten die absolute Wahrheit und lässt immer sehr sehr viel Interpretationsspielraum (Das kennen wir aus der Kunst, oder?) Und sollten wir vielleicht in diese Richtung betrachten. Also kaum eine der Mamas, die so hübsche Bilder online stellt, ist immer gut drauf, hat immer Spass und ist immer top-gestylt, aber genau wie an den Schaufenstern der Bahnhofstrasse, stellt man dort hübsche ästhetische Dinge aus und nicht blind zusammengewürfelter Scheiss. 😀 Macht Sinn oder? Entspricht das der vollen Wahrheit? Nein. Ist es ein Teil eines Ganzen? Ja. Ist es gestellt? Oft, ja. Macht es das weniger hübsch? Nein. Geht es darum wer schöneren Content abwirft? Nein. Dürfen wir uns gegenseitig unterstützen und inspirieren? Ja gerne. Dürfen wir damit Geld verdienen? Ich finde unbedingt.
  • Blog Leser wollen sehen und spüren wer hinter dem Blog steckt. In meinem ersten Blog Mama Leone habe ich mich oft versteckt. Es gab wenige richtige Bilder von mir und ich hatte Mühe hinzuschreiben wer ich bin und was das alles soll. Zu fest war ich gefangen in Gedanken wie „Dann spreche ich aber die und die nicht an“ oder „was mögen wohl die und die dazu denken?“ Heute ist mir das herzlich egal. Das heisst nicht das ihr mir egal seid, im Gegenteil. Aber es bedeutet das ich erkannt habe, dass ich es nicht jedem recht machen kann oder muss. Und für mich passt das gut so. Fakt ist auch das jede Information one way or another im Internet vorhanden ist, wenn Leute also auf deinen Blog kommen, dann wegen dir als Person und nicht weil du die einzige bist, die weiss wo man hübsche Babykleidung kaufen kann. Aber vielleicht zeigst du es besonders schön, vielleicht hast du besonders gute Deals oder besonders schöne Läden aufgestöbert oder bietest sonst einen Mehrwert.
  • Ein Blog braucht einen Mehrwert. Wie gerade gesagt. Mehrwert. Nicht nur ein Blog. Ein Business generell. Auch ein Leben finde ich. 🙂 Also das Ziel eines Blogs (und/oder eben eines Businesses) soll sein einer gewissen Gruppe Menschen Nutzen zu bieten. Das kann in absolut jeder Form stattfinden. Es kann zum Beispiel sein, dass du tolle Wochen-planungstipps gibst, oder das du anderen hilfst die besten Online-Deals zum Einkaufen zu finden, oder das du anderen zeigst wie schön (das) Familien-Leben sein kann.
  • Der Mehrwert unseres Familienblogs liegt darin andere an einem positiven, glücklichen, liebevollen Lifestyle teilhaben zu lassen! Wir zeigen bewusst unsere schönsten Momente, ich schreibe sehr viel von mir persönlich, denn ich mag es Persönliches zu teilen, ich möchte auf gute und gesunde Produkte aufmerksam machen und vielleicht gewisse Dinge in die Gedanken der Mamas bringen, die sie vorher als nicht möglich eingestuft hatten. Ich möchte Wege aufzeigen zum Glück und anderen zeigen dass Family manchmal total crazy ist aber das Allerschönste auf der Welt ist, das Tiere unsere Freunde sind und nicht zum (Fr)Essen da sind, das man auch mit Kids reisen und intensiv leben kann und das im Allgemeinen das Leben als (junge) Mama ultra viel Spass macht und nicht vorbei ist. Als ich damals mit 23 Mama wurde, wurde mir gesagt, dass mein Leben bald vorbei sei und das ich jetzt wohl nicht mehr auf Weltreise gehen könne etc. Sehe ich ganz anders. Natürlich tanze ich nicht mehr an jeder Party ab (Gott sei Dank!) aber ich möchte das gar nicht mehr, ich habe mein Glück in anderen Dingen gefunden. Ich möchte hier alles teilen, das ich gelernt habe und so viel wie möglich dazu beitragen, dass andere ihr Glück auch leben können. Ich möchte echt-sein, auch wenn ich nur die schönsten Bilder teile. 
  • Für mich gibt es auch ein TOO MUCH! Dieser Blog wird aber nie so persönlich sein, dass er unsere  Kids in unvorteilhafen Situationen zeigen wird. Niemals werden die Köpfe unserer Kinder als Hauptfokus und als Werbeplattform dienen. Denn der Blog wird ja von mir als Mama geschrieben und meine Kids dürfen (sobald sie können) selber entscheiden wie und wie nicht sie Teil hier von sein wollen. Natürlich teile ich aber bis dahin trotzdem ab und zu ein Pic oder zwei von ihnen, denn sie gehören zu meinem Leben dazu. (Und wie!) Sie werden aber weder nackt noch in der Badewanne erscheinen, einfach weil ich sie schützen möchte. Aber so zu tun als wären sie nicht da oder sie nur von hinten zu zeigen, ist mir ebenfalls zu unpersönlich. Hier finde ich Balance DAS STICHWORT. Die einen finden nur ein Bild eines Kindes im Internet ein Verbrechen. Andere teilen einfach alles.
  • Ein weiteres Ziel dieses Blogs, neben dem Fakt Mehrwert für junge Mamas zu generieren, ist eine schöne Plattform zu haben für unsere Kinder. Ich wünsche mir, dass sie einmal darauf zurück blicken können und unsere Abenteuer hier sehen und nachlesen können. Sie werden so schnell gross und wenn sie einen Ort haben an dem sie sehen können was wir alles miteinander gemacht haben, stelle ich mir das sehr sehr schön vor. Natürlich kann man auch einfach ein Fotoalbum machen um so einen ähnlichen Effekt zu erzielen.
  • Und noch ein Ziel dieses Blogs ist es Geld zu verdienen. Business. Ich habe pro Tag gefühlte 45789 Business-Ideen. Ich  liebe Start-up-Kultur, ich liebe alles was mit neuen Technologien zu tun hat und ich liebe alternative Formen des Geld-Verdienens. Und das so viele Mütter das erkannt haben und was daraus machen, finde ich einfach genial. Ich finde es ultra schön in einer Welt zu leben in der wir die Möglichkeit haben etwas Schönes zu tun und trotzdem zu Hause Zeit  mit unseren Kindern verbringen zu können. Ist das nicht traumhaft? Kein Wunder gibt es so viele Blogs, denn dieser Gedanke ist wirklich reizvoll. Er ist aber auch Arbeit. Für wen das okay ist, perfekt. Wer denkt, dass man in 5 Minuten 5000.- CHF verdient, liegt wohl etwas falsch. Ich würde lügen wenn ich sagen würde, dass ich keinen Businessgedanke dabei habe. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass mir Collaborations keine Freude machen. Aber heute weiss ich wie ich diese machen will. Ich „verkaufe“ ganz sicher keinen Scheiss. Ihr werdet hier niemals Metzger-Produkte sehen 😀 oder Werbung für giftige Plastik-waren. Ihr werdet hier nichts sehen an das ich nicht glaube. Ihr werdet hier nur Dinge sehen, die ich sowieso kaufen würde. Einer der ersten Lerneffekte, die ich als Bloggerin hatte, war das ich plötzlich mit allen Brands zusammenarbeitete, einfach weil ich mich geschmeichelt fühlte. Irgendwann wurde mir klar, dass ich das gar nicht mehr wirklich bin und ich habe mich von Collaborations entfernt. Wichtig ist das jeder Blogger seine Werte kennt, dann kann man den Kompass immer wieder neu ausrichten. Ich mag Bioprodukte, ich mag Nachhaltigkeit, ich mag Elektro-Autos, ich mag  gute Ideen, ich mag Dinge, die gut tun und (idealerweise die Welt verbessern, oder eben keinen Schaden anrichten). Ich mag Positives. Solche Collaborations werdet ihr also auf jeden Fall hier zu Gesicht bekommen. Aber ganz klar werdet ihr auch immer einen Mehrwert für euch finden. Simple Produkteschau ist mir einfach zu wenig tiefgründig. Aber das ist nur meine Meinung.
  •  Zwei Seiten. Auch wenn hier nur das „Schönste“ aus unseren Leben gezeigt wird, heisst das nicht das das Andere nicht existiert. Natürlich haben wir auch Krisen und wann immer solche Momente kommen, über die wir hier schreiben wollen, werden wir das natürlich machen. Der Fokus wird aber nie auf Problemen, auf Negativem, auf „Gestänkere“ liegen. Dafür ist unsere Lebenseinstellung YES WE CAN einfach nicht geeignet. 😉
  • Ich blogge noch auf anderen Plattformen und verdiene mein Geld damit. Dieser Blog ist ein Neu-Start. Angefangen hat es damals mit Mama Leone Ich werde noch einen detaillierten Post zu meiner Arbeit machen, sodass ihr euch ein Bild von mir machen könnt. Aber hier fange ich quasi von Null an und das fühlt sich gut an. Ich bin jetzt auch anders als damals und die Absichten sind ja wie bereits oben erklärt, klar definiert. Dass ich zu euch offen und ehrlich bin, ist für mich Ehrensache. Die Beziehung zu meinen Bloglesern ist mir ganz wichtig und ich möchte diese wertschätzen.
  • In diesem Sinne let´s have some fun. Lasst uns Spass haben bei dem was wir machen. Lasst uns connecten. Lasst uns gerne auch im Real-Life treffen, lasst uns Ideen austauschen und ich bitte ausdrücklich darum MELDET EUCH WENN IHR FRAGEN HABT. ICH BIN KEINE „FAKE-PERSON“ die nur gestylt durchs Leben rennt. Ich nehme mir gerne Zeit für euch und eure Anliegen. Ich bin echt. Ich bin keine perfekte Mama. Manchmal bin ich seelenruhig und liebevoll und manchmal da werde ich einfach mega hässig einfach so und meine armen Kinder spüren das und kriegen das ab. Aber ich arbeite an mir. Ich entschuldige mich. Ich bin ehrlich. Ich will dass es allen gut geht. Ich überdenke Situationen und alte Verhaltensmuster. Bitte denke nie das mein Leben perfekt ist, nur weil ich hier nur einen Teil zeige. ICH BIN ECHT und ich wünsche mir das ihr das spürt. Meine Email ist deborah@shkodra.ch

 

Danke für’s Lesen. Das war ja mal ausführlich 🙂 !

3 comments

  1. Ich bin gerade über Instagram zu dir gekommen. Vielen Dank für den tollen Beitrag, in dem ich mich an vielen Stellen wiedergefunden habe! Ich habe auch im letzten Jahr einen kleinen Blog gestartet und mir geht es oft ähnlich. Werde dich auf jeden Fall öfter besuchen. Viele Grüße Anita

    1. Liebe Anita dankeschön 🙂 !!!! wie spannend das es dir zum Teil gleich ging. Ich freue mich sehr dass du da bist 🙂 Dann schaue ich mir mal deinen Blog an 🙂 !!!

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